Executive Communication
Strategien, Methoden und Denkanstösse für Führungskräfte, die ihre Kommunikation, Positionierung und Reputation gezielt weiterentwickeln möchten.

Wie funktioniert Co-Creation zwischen Führungskraft und Kommunikationsteam?

Bei Co-Creation liefert die Führungskraft Erfahrung, Entscheidung und persönliche Einordnung. Das Kommunikationsteam strukturiert, recherchiert, formuliert und prüft. So entsteht ein professioneller Text, der nach der verantwortlichen Person klingt.

Das Wichtigste in Kürze

Warum Ghostwriting oft nach Konzernton klingt

Wer einen Text vollständig delegiert, bekommt oft etwas zurück, das korrekt ist, aber nicht nach der Person klingt. Der Konzernton entsteht, wenn niemand die persönliche Perspektive eingebracht hat. Co-Creation behebt dieses Problem, indem die Führungskraft früh eingebunden wird.

Rollen in der Co-Creation

Die Führungskraft liefert: Beobachtungen aus der eigenen Arbeit, Entscheidungen und ihre Gründe, persönliche Einschätzungen und Grenzen, die sie nicht überschreiten möchte. Das Kommunikationsteam liefert: Struktur, Recherche, Formulierung, Konsistenzprüfung und Faktencheck.

«Co-Creation bindet die Führungskraft in Gedanken, Perspektive und Verantwortung ein.»

Das Gespräch als Grundlage

Ein 20- bis 30-minütiges Gespräch mit konkreten Fragen ist oft die beste Grundlage für einen authentischen Text. Offene Fragen helfen: Was hast du zuletzt beobachtet? Was würdest du anders machen? Woran erkennst du, dass etwas funktioniert? Die Antworten liefern Sprache, Beispiele und Perspektive.

Vom Rohmaterial zum Text

Aus dem Gespräch entsteht ein Entwurf, der Struktur und Formulierung beisteuert, aber die Sprache und die Aussagen der Führungskraft möglichst nah abbildet. Ein guter Entwurf braucht wenig Korrektur, weil er auf echtem Rohmaterial basiert.

Freigabe ohne Endlosschleife

Freigaben prüfen Fakten, Tonalität und Grenzen. Sie sind keine Stilübung. Wenn klar ist, was geprüft werden soll und wer die letzte Entscheidung trifft, entstehen keine langen Korrekturschleifen. Die Führungskraft prüft, ob der Text ihre Aussage korrekt abbildet. Fachbereiche prüfen, ob Fakten stimmen. Mehr braucht es selten.

Lernen über Zeit

Wer Co-Creation regelmässig praktiziert, lernt die Sprache und die Prioritäten der Führungskraft kennen. Entwürfe werden besser, Gespräche kürzer und Freigaben schneller. Das Verfahren lohnt sich langfristig.

Häufige Fragen

Ist Co-Creation dasselbe wie Ghostwriting?

Nein. Co-Creation bindet die Führungskraft in Gedanken, Perspektive und Verantwortung ein.

Muss die Führungskraft selbst schreiben?

Nein. Sie muss aber die Aussage mitprägen und verantworten.

Wie lange dauert ein gutes Briefing?

Oft reichen 20 bis 30 fokussierte Minuten, wenn die Fragen vorbereitet sind.

Wer prüft den Text?

Je nach Thema Kommunikation, Fachbereich, HR, Legal oder Investor Relations. Der Kreis sollte risikogerecht bleiben.

Wie bleibt die persönliche Stimme erhalten?

Durch echte Gesprächsgrundlagen, dokumentierte Sprachmerkmale und eine finale Prüfung durch die Führungskraft.

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Freddy Hüsser, Berater für Führungskommunikation in Zürich

Freddy Hüsser

Berater für Führungskommunikation · Zürich, Schweiz

Freddy Hüsser begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, ihre Kommunikation bewusst zu gestalten – ruhig, glaubwürdig und ohne Lärm. Er ist Dozent an BFH, HSO und BZT, Autor des LinkedIn-Ratgebers für NZZ Jobs und arbeitet seit 2016 mit über 400 Kundinnen und Kunden zusammen. ohnelaerm.ch