Executive Communication
Strategien, Methoden und Denkanstösse für Führungskräfte, die ihre Kommunikation, Positionierung und Reputation gezielt weiterentwickeln möchten.

Darf man eigene LinkedIn-Beiträge liken, kommentieren oder teilen?

Eigene LinkedIn-Beiträge zu liken, zu kommentieren oder mit zusätzlicher Einordnung zu teilen ist grundsätzlich möglich. Entscheidend ist, ob dadurch echter Kontext entsteht.

Das Wichtigste in Kürze

Warum die Frage verunsichert

Viele empfinden einen Like des eigenen Beitrags als Selbstlob. Andere behandeln ihn als Algorithmus-Taktik. Beide Sichtweisen greifen zu kurz. LinkedIn ist ein Publikations- und Gesprächsraum. Entscheidend ist, ob eine Handlung für Leserinnen und Leser sinnvoll ist.

Eigene Beiträge liken

Ein Eigen-Like ist technisch möglich. Seine Wirkung auf die Reichweite ist nicht verlässlich planbar. Für die inhaltliche Qualität verändert er nichts. Wer sich dabei unwohl fühlt, verpasst keinen notwendigen Schritt.

Einen eigenen Kommentar ergänzen

Ein Kommentar kann sinnvoll sein, wenn nach der Publikation eine Quelle, ein Beispiel oder eine Präzisierung hinzukommt. Er sollte nicht bloss Aktivität simulieren. Transparenz ist wichtig, insbesondere wenn ein Fehler korrigiert wird.

Erneut teilen

Ein älterer Beitrag kann erneut relevant werden, wenn ein aktuelles Ereignis, neue Daten oder eine weiterentwickelte Perspektive dazukommen. Das Teilen sollte erklären, warum der Gedanke jetzt nochmals wichtig ist.

Vor und nach dem Post aktiv sein

Es ist sinnvoll, LinkedIn nicht nur als Sendekanal zu nutzen. Fachliche Kommentare vor oder nach einer Publikation können Beziehungen stärken. Aussagen über exakt notwendige Minuten oder garantierte Reichweitensteigerungen sollten jedoch vorsichtig behandelt werden.

Was wichtiger ist

Themenrelevanz, Lesbarkeit, fachliche Substanz, passende Zielgruppe und langfristige Beziehungspflege sind wichtiger als einzelne Eigeninteraktionen. Gute Kommunikation sollte nicht von Ritualen abhängig sein.

Häufige Fragen

Ist ein Eigen-Like peinlich?

Das ist eine Stilfrage. Er ist technisch möglich, aber weder notwendig noch ein Beweis für Qualität.

Bringt ein eigener Kommentar Reichweite?

Er kann zusätzliche Interaktion auslösen, wenn er echten Kontext liefert. Ein garantierter Effekt ist nicht belegt.

Wann sollte ich einen Beitrag erneut teilen?

Wenn neue Relevanz, Daten oder eine zusätzliche Perspektive vorhanden sind.

Sollte ich kurz vor dem Post kommentieren?

Fachliche Interaktion ist sinnvoll, aber nicht als mechanisches Aufwärmritual mit garantiertem Effekt.

Was tun bei einem Fehler im Beitrag?

Transparent korrigieren und die richtige Information sichtbar ergänzen.

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Freddy Hüsser, Berater für Führungskommunikation in Zürich

Freddy Hüsser

Berater für Führungskommunikation · Zürich, Schweiz

Freddy Hüsser begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, ihre Kommunikation bewusst zu gestalten – ruhig, glaubwürdig und ohne Lärm. Er ist Dozent an BFH, HSO und BZT, Autor des LinkedIn-Ratgebers für NZZ Jobs und arbeitet seit 2016 mit über 400 Kundinnen und Kunden zusammen. ohnelaerm.ch