Das Wichtigste in Kürze
- Die glaubwürdigste Stimme eines Unternehmens sind die Mitarbeitenden, nicht die Company Page.
- Menschen vertrauen Menschen, nicht Firmen.
- Klassisches «Bitte teilen» scheitert, weil der Algorithmus reines Weiterverteilen niedrig gewichtet.
- Wirksame Employee Advocacy dreht die Richtung um: Mitarbeitende werden mit eigenen Themen sichtbar.
- Sichtbare Mitarbeitende sind für den Arbeitsmarkt attraktiv – die Antwort ist ein Umfeld, in dem gute Leute gern bleiben.
Was ist Employee Advocacy?
Employee Advocacy ist die Disziplin, Mitarbeitende als glaubwürdige Markenbotschafter auf LinkedIn zu positionieren. Die glaubwürdigste Stimme eines Unternehmens ist nicht die Company Page, sondern die Person aus Vertrieb, Entwicklung, Recruiting oder Geschäftsleitung – weil Menschen Menschen vertrauen, nicht Firmen.
Warum scheitert klassisches Employee Advocacy?
Weil es beim Weiterverteilen von Firmen-Content bleibt. Die Company Page postet, das Marketing bittet «Bitte teilen», ein paar geben den Finger hoch. Der Algorithmus gewichtet dieses reine Teilen niedrig, die Wirkung bleibt aus und die Profile der Mitarbeitenden werden geschwächt.
Was wirkt stattdessen?
Die Kommunikationsrichtung umdrehen. Nicht «wie teilen Mitarbeitende unseren Content», sondern «wie helfen wir ihnen, mit eigenen Themen sichtbar zu werden». Eine Recruiterin, die über ihren Hiring-Prozess schreibt, erzählt glaubwürdig etwas über das Unternehmen. Das Unternehmen kommt ins Bild, aber nicht auf die Bühne.
«Menschen vertrauen Menschen, nicht Firmen. ‹Ich habe keine Zeit für LinkedIn› ist kein Mitarbeiter-Problem, sondern ein Führungsproblem.»
— Freddy Hüsser
Wie aktiviert man Mitarbeitende?
Mit denen starten, die schon posten, und sie stärken. Themen-Räume geben statt Beitragsvorgaben. Geduldig sein, Wirkung zeigt sich meist erst nach Monaten. Und als Unternehmen mitwirken, aber wissen, dass die persönlichen Profile die Kanäle mit der höchsten Relevanz sind.
Häufige Fragen
Was ist Employee Advocacy?
Die Disziplin, Mitarbeitende als glaubwürdige Markenbotschafter auf LinkedIn zu positionieren, mit eigenen Themen statt mit Firmen-Content.
Warum sind Mitarbeitende glaubwürdiger als die Unternehmensseite?
Weil Menschen Menschen vertrauen, nicht Firmen. Persönliche Beiträge aus erster Hand wirken authentischer als jedes Hochglanz-Inserat.
Warum funktioniert «Bitte teilen» nicht?
Weil der Algorithmus reines Weiterverteilen niedrig gewichtet. Die Wirkung bleibt aus und die Profile der Mitarbeitenden werden geschwächt.
Wie startet man ein Employee-Advocacy-Programm?
Mit den bereits Aktiven, die man mit Zeit und Wissen stärkt. Themen-Räume geben statt Beitragsvorgaben und geduldig auf Wirkung nach Monaten setzen.
Was ist mit dem Risiko, dass sichtbare Mitarbeitende abgeworben werden?
Das Risiko ist real. Die Antwort ist ein Umfeld, in dem gute Leute gern bleiben, nicht Mitarbeitende klein zu halten.
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