Das Wichtigste in Kürze
- LinkedIn verteilt Reichweite heute über den Interest Graph (Thema), nicht mehr primär über den Connection Graph (Netzwerk).
- Sinkende absolute Impressions sind meist Rückgang von Streuverlust – die relevante Reichweite bleibt stabil.
- Wer zu allem postet, steht für nichts.
- Thematische Klarheit, eine eigene Meinung und Konsistenz entscheiden über Sichtbarkeit.
- Unternehmensseiten erreichen nur noch rund 1,6 % des Feeds (van der Blom, 2026), Persönlichkeiten sind der stärkere Kanal.
Warum sinken meine Impressions auf LinkedIn?
Weil LinkedIn Reichweite anders verteilt als früher. Die absolute Impressionszahl fällt, weil der frühere Streuverlust wegfällt: Menschen, die einen Beitrag kurz sahen, aber nichts damit zu tun hatten. Die relevante Reichweite bleibt weitgehend stabil, deshalb bleibt auch die Engagement-Rate konstant.
Was ist der Interest Graph?
LinkedIn steuert die Verteilung heute zu einem grossen Teil über den Interest Graph, also wen ein Thema interessiert, statt über den Connection Graph, also wer wen kennt. Ein Beitrag landet bei Menschen, die zum Thema passen, auch wenn sie dich nicht kennen. Nicht die Zahl der Kontakte entscheidet, sondern ob LinkedIn versteht, wofür du stehst.
Ist die Impressionszahl die richtige Kennzahl?
Nein. Die absolute Impressionszahl ist die falsche Kennzahl, weil der grösste Teil der alten Reichweite Streuverlust war. Was zählt, ist die relevante Reichweite: weniger Menschen, aber die richtigen. Wer aufhört zu posten, verzichtet nicht auf verlorene Aufmerksamkeit, sondern auf genau die Reichweite, die etwas bringt.
«Wer zu allem etwas sagt, steht für nichts. Du erreichst weniger Menschen, aber die Richtigen.»
— Freddy Hüsser
Wie nutzt man den Interest Graph?
Sich für ein Thema entscheiden und dranbleiben, auch wenn es eng wirkt. Eine eigene Meinung liefern, nicht nur das Thema abhandeln. Im eigenen Themenfeld aktiv kommentieren. Und beobachten, wer ausserhalb des Netzwerks reagiert – das ist der Interest Graph in Aktion.
Häufige Fragen
Warum sinken meine LinkedIn-Impressions?
Weil LinkedIn Reichweite über thematische Relevanz verteilt und der frühere Streuverlust wegfällt. Die relevante Reichweite bleibt weitgehend stabil.
Was ist der Interest Graph?
Die Verteilung von Reichweite nach Thema statt nach Netzwerk. Ein Beitrag erreicht Menschen, die zum Thema passen, auch wenn sie dich nicht kennen.
Ist eine sinkende Impressionszahl schlimm?
Nein. Die absolute Zahl war grösstenteils Streuverlust. Entscheidend ist die relevante Reichweite, und die bleibt stabil.
Was bringt Reichweite auf LinkedIn heute?
Thematische Klarheit, eine eigene Meinung und Konsistenz. Wer zu allem postet, steht für nichts.
Zählt die Netzwerkgrösse noch?
Weniger als früher. Entscheidend ist, ob LinkedIn erkennt, wofür du stehst, nicht die Zahl deiner Kontakte.
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