Executive Communication
Strategien, Methoden und Denkanstösse für Führungskräfte, die ihre Kommunikation, Positionierung und Reputation gezielt weiterentwickeln möchten.

Worüber sollte ein CEO kommunizieren?

Ein CEO sollte vor allem über Themen kommunizieren, die mit seiner Verantwortung verbunden sind: Strategie, wichtige Entscheidungen, Veränderungen und Branchenentwicklungen. Entscheidend sind Relevanz, Zuständigkeit und persönliche Einordnung – nicht der Veranstaltungskalender.

Das Wichtigste in Kürze

Welche Themen gehören typischerweise zum CEO?

Zum CEO gehören Themen, die Richtung, Verantwortung oder das Gesamtunternehmen betreffen. Dazu zählen strategische Prioritäten, grössere Investitionen, Transformationen, Führungswechsel, Kultur, Krisen und wichtige Entwicklungen im Markt.

Fachdetails können oft glaubwürdiger von zuständigen Geschäftsleitungsmitgliedern oder Expertinnen erklärt werden. Gute Executive Communication verteilt Sprecherrollen bewusst – nicht alles muss vom CEO kommen, aber das Wesentliche schon.

Wie spricht ein CEO über Strategie?

Strategiekommunikation sollte nicht bei Zielbildern und Managementbegriffen stehen bleiben. Der CEO erklärt, welche Entscheidungen daraus folgen, was nicht mehr priorisiert wird und welche Auswirkungen Teams oder Kundschaft erwarten können.

Wiederholung ist dabei kein Fehler. Strategische Aussagen müssen über längere Zeit in unterschiedlichen Situationen konkretisiert werden – in Interviews, internen Townhalls und auf LinkedIn.

«Ein CEO sollte dort persönlich kommunizieren, wo Richtung, Verantwortung oder Einordnung nicht glaubwürdig an den Unternehmensnamen delegiert werden können.»

— Freddy Hüsser

Welche Rolle spielen persönliche Beobachtungen?

Persönliche Beobachtungen machen abstrakte Themen nachvollziehbar. Ein Gespräch mit einem Kunden, eine schwierige Entscheidung oder eine unerwartete Frage kann zeigen, warum ein Thema relevant ist.

Die Beobachtung ist kein Selbstzweck. Sie führt zu einer Einordnung, die für andere nützlich ist – das ist der Unterschied zwischen einem persönlichen Post und einem relevanten Beitrag.

Lesen Sie auch: Wie findet eine Führungskraft ihre eigenen Themen?

Soll ein CEO zu gesellschaftlichen Themen sprechen?

Nur wenn ein nachvollziehbarer Bezug zu Geschäft, Mitarbeitenden, Werten oder Verantwortung besteht und die Organisation die Konsequenzen der Position tragen kann. Nicht jede Debatte verlangt ein Statement.

Vor einer Stellungnahme prüfen: Betroffenheit des Unternehmens, eigene Kompetenz im Thema, aktuelle Informationslage, interne Perspektiven und mögliche Folgen des Schweigens. Fehlt einer dieser Faktoren, ist Zurückhaltung keine Schwäche.

Welche Themen gehören nicht ins persönliche Profil?

Vertrauliche Informationen, Spekulationen, ungeprüfte Zahlen, persönliche Angriffe und Aussagen zu laufenden Verfahren sind ungeeignet. Auch reine Produktwerbung oder ständig wiederholte Erfolgsmeldungen schwächen die persönliche Rolle.

Ein CEO-Profil ist kein ungefilterter Nachrichtenkanal des Unternehmens. Die Stimme verliert an Gewicht, wenn jeder Post eine offizielle Pressemitteilung dupliziert.

«Nicht jedes Ereignis braucht den CEO. Aber wichtige Entscheidungen brauchen eine erkennbare verantwortliche Person.»

— Freddy Hüsser

Lesen Sie auch: Was gehört zur CEO-Kommunikation? und Was ist digitale Reputation für Führungskräfte?

Häufige Fragen

Welche drei Themen sollte ein CEO zuerst wählen?

Sinnvoll sind meist ein strategisches Geschäftsthema, ein Führungs- oder Arbeitgeberthema und eine relevante Branchenfrage. Die Auswahl muss zur tatsächlichen Verantwortung passen.

Darf ein CEO über Fehler sprechen?

Ja, wenn Fakten, Verantwortung, Betroffene und konkrete Korrekturen klar benannt werden. Rechtliche Grenzen müssen geprüft werden.

Soll ein CEO Unternehmensnews teilen?

Nur wenn eine persönliche Einordnung hinzukommt. Das blosse Weiterleiten offizieller Meldungen schafft wenig zusätzliche Präsenz.

Wie oft sollten Themen wechseln?

Kernthemen bleiben über längere Zeit stabil. Perspektiven, Beispiele und Anlässe wechseln. So entsteht Wiedererkennbarkeit ohne monotone Wiederholung.

Wer entscheidet über heikle Themen?

Führung, Kommunikation und bei Bedarf Recht oder Compliance entscheiden gemeinsam. Die kommunikative Verantwortung bleibt bei der zuständigen Führungskraft.

★★★★★  4,9 aus 55 Google-Rezensionen

Du möchtest als CEO klarer kommunizieren – mit den richtigen Themen?

Dann lass uns unverbindlich sprechen.

Erstgespräch vereinbaren →
Freddy Hüsser, Berater für Führungskommunikation in Zürich

Freddy Hüsser

Berater für Führungskommunikation · Zürich, Schweiz

Freddy Hüsser begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, ihre Kommunikation bewusst zu gestalten – ruhig, glaubwürdig und ohne Lärm. Er ist Dozent an BFH, HSO und BZT, Autor des LinkedIn-Ratgebers für NZZ Jobs und arbeitet seit 2016 mit über 400 Kundinnen und Kunden zusammen. ohnelaerm.ch