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Warum machen Unternehmensseiten nur noch 1,6 % des LinkedIn-Feeds aus?

Beiträge von Unternehmensseiten machen laut Algorithm Insights Report 2026 von Richard van der Blom nur noch 1,6 Prozent der organischen Impressionen aus – Anfang 2025 waren es 2,1 Prozent. Der Feed wird konsequent zu persönlichen Profilen umverteilt.

Das Wichtigste in Kürze

Wie viel des LinkedIn-Feeds machen Unternehmensseiten aus?

Nur noch 1,6 Prozent der organischen Impressionen. Das zeigt der Algorithm Insights Report 2026 von Richard van der Blom, eine Auswertung von über 1,3 Millionen Beiträgen. Anfang 2025 waren es 2,1 Prozent. Von 100 Beiträgen im Feed kommen im Schnitt knapp zwei von Unternehmensseiten, der Rest von Menschen.

Warum sind Mitarbeitende der wichtigere Kanal?

Weil derselbe Inhalt, von einer Mitarbeiterin statt der Unternehmensseite gepostet, im Schnitt das Sechsfache an Reichweite und das Achtfache an Engagement erreicht (van der Blom, 2026). Mitarbeiter-Netzwerke sind zusammen rund zwölfmal grösser als die Followerschaft der Seite. Rund 60 Prozent der B2B-Käufer entdecken Marken zuerst über Menschen.

Warum bleibt die Unternehmensseite trotzdem wichtig?

Weil sie die offizielle Adresse ist: der Ort für Stellenanzeigen, offizielle Kommunikation und die Visitenkarte, die man prüft, wenn man wissen will, wer hinter einer Person steht. Wenn eine Führungskraft geht, nimmt sie ihr Netzwerk mit – die Unternehmensseite bleibt. Sie ist das Fundament, nicht der Reichweitenkanal.

«Die Unternehmensseite bleibt das Fundament. Die Reichweite, das Vertrauen und die Substanz kommen über die persönlichen Profile.»

— Freddy Hüsser

Wie setzt man das um?

Eine Positionierung fürs Unternehmen. Ein Fokus-Team von drei bis fünf Personen mit je eigenen Themen. Beide Kanäle verbinden, Seite und Profile verstärken sich gegenseitig. Und klare Verantwortlichkeiten, Zeit im Kalender und eine koordinierende Person.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des LinkedIn-Feeds machen Unternehmensseiten aus?

Nur noch 1,6 Prozent der organischen Impressionen (van der Blom, Algorithm Insights Report 2026), Anfang 2025 waren es 2,1 Prozent.

Erreichen Mitarbeitende mehr als die Unternehmensseite?

Ja. Derselbe Inhalt erreicht von einer Mitarbeiterin im Schnitt das Sechsfache an Reichweite und das Achtfache an Engagement (van der Blom, 2026).

Soll man die Unternehmensseite aufgeben?

Nein. Sie bleibt Fundament, offizielle Adresse und Ort für Stellenanzeigen, aber nicht der Kanal für organische Reichweite.

Wie viele Personen braucht ein Fokus-Team?

Drei bis fünf Personen mit je eigener Positionierung und zwei bis drei Fokusthemen, plus ein erweitertes Team zur Unterstützung.

Warum vertrauen Käufer Menschen mehr als der Seite?

Weil Menschen glaubwürdiger sind als Logos. Rund 60 Prozent der B2B-Käufer entdecken Marken zuerst über Mitarbeitende oder Creators (van der Blom, 2026).

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Freddy Hüsser, Berater für Führungskommunikation in Zürich

Freddy Hüsser

Berater für Führungskommunikation · Zürich, Schweiz

Freddy Hüsser begleitet Führungspersönlichkeiten dabei, ihre Kommunikation bewusst zu gestalten – ruhig, glaubwürdig und ohne Lärm. Er unterrichtet an mehreren Schweizer Hochschulen, ist Autor des LinkedIn-Ratgebers für NZZ Jobs und arbeitet seit 2016 mit über 400 Kundinnen und Kunden zusammen. ohnelaerm.ch